Kantersieg gegen Fredersdorf
Der Knoten ist endlich geplatzt
In den letzten Spielen war vor allem das fehlende Spielglück ein Faktor für die Niederlagen. Trotz mutigem Einsatz und unbändigem Willen gelang einfach kein Tor wo wir es gebraucht hätten. Gegen die TSG Rot-Weiß Fredersdorf/Vogelsdorf sah das nun anders aus. Auf dem frisch gemähten und gewalzten Sportplatz am Stienitzsee bekamen die rund 60 Zuschauer, die trotz des unschönen Wetters vor Ort waren, ordentlich was geboten.
Nach nicht mal einer gespielten Minute gingen die Hausherren in Führung. Nach einem Ballgewinn wurde schnell umgeschalten und nach rechts raus gespielt. Die scharfe Hereingabe wurde dann von Schmidt unhaltbar ins lange Eck abgefälscht.
Fredersdorf schüttelte sich kurz und schlug umgehend zurück. Bereits in der 3. Minute hat Bruse das 1:1 auf dem Fuß. 2 Minuten später klingelte es dann im Kasten von Dudziak. Dänhardt lief sich bilderbuchmäßig vor der Viererkette frei und zog nach dem Anspiel in die Schnittstelle und vollendete zum Ausgleich.
Hennickendorf hatte aber die perfekte Antwort parat. Ähnlich wie beim 1:0 ging es über die rechte Seite. Am Ende der Kombinationskette stand B. Kulla, der den Ball abermals in die linke Ecke beförderte.
Im Anschluss folgten Chancen auf beiden Seiten, aus denen aber nichts Zählbares hervorging. Mitte der ersten Halbzeit hätte der HSV eigentlich schon deutlich höher führen müssen, aber die Chancen durch Kulla, Prill und 2 mal Grimm konnte Fredersdorf vereiteln. Eine strittige Szene ereignete sich dann noch am/im Hennickendorfer Strafraum. Nach einer Kopfballverlängerung konnte Sorek den Fredersdorfer Stürmer nur noch mit einem Foul stoppen. Während die Fredersdorfer Elfmeter forderten, entschied sich das Schiedsrichtergespann jedoch für einen Freistoß an der Strafraumkante, der nichts einbrachte. Weniger Glück hatten die Hennickendorfer dann in der 41. Minute, als es dann wirklich Elfmeter für Fredersdorf gab. Dudziak parierte in der Entstehung zunächst sehr stark, Baschin klärte den Ball von der Linie. Allerdings kam ein Fredersdorfer, der zum Ball gelangen wollte, zu Fall, als er über den aufstehenden Dudziak stolperte, der ebenfalls zum Ball wollte. Ob man den geben muss oder ob es eine Konzessionsentscheidung aufgrund des zuvor nicht gegebenen Elfmeters war, das war dem Fredersdorfer Dänhardt vollkommen egal. Selbstbewusst versenkte er die Kugel präzise ins rechte obere Eck nah am Lattenkreuz zum 2:2.
Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Pause. Aber keiner hatte hier den Eindruck, als stünde man einer unlösbaren Aufgabe gegenüber.
Mit dieser Einstellung ging es in Halbzeit Zwei und es dauerte auch keine 2 Minuten bis zur erneuten Führung. Eine schnell ausgeführte Ecke von B. Kulla fand den völlig freistehenden Grimm am 5er, der sehenswert einköpfte.
Und Hennickendorf blieb dran. Der zuletzt ausgefallene Schlag meldete sich mit einem Tor in der 54. Minute zurück. Aber auch sonst tat seine Präsenz dem Hennickendorfer Spiel sichtbar gut.
Fredersdorf reagierte mit einem Doppelwechsel, stellte zudem auf Doppelspitze um.
Das ganze verpuffte aber ziemlich schnell, als der HSV die Zügel nochmal anzog. Nach Vorlage von Noffke stand Grimm in der 60. Minute quasi alleine vor dem Torhüter und schob den Ball überlegt ins rechte Eck.
Nur 4 Minuten später durfte die Mannschaft seinen Hattrick bejubeln. Nach einer Ecke klärte Fredersdorf den Ball, Sorek flankte diesen direkt aus dem linken Halbfeld in den 16er punktgenau auf Nolte, der das Auge für Grimm hatte, welcher letztlich keine Mühe hatte das Tor zu erzielen.
Weitere 4 Minuten später setzte Prill mit seinem Abstauber noch einen drauf, Fredersdorf hatte sich längst aufgegeben. Auch dieses Tor war stark herausgespielt. Schlag mit Freistoß auf Nolte, der wieder den besser postierten Nebenmann sah.
In der 74. Minute versuchte es B. Kulla noch mit einem sehenswerten Fallrückzieher, aber das wäre wohl des Guten zu viel gewesen, wenn der reingegangen wäre. Zum Tag hätte es aber allemal gepasst.
Eine Viertelstunde vor dem Ende kam Fredersdorf durch Bruse nochmal zu einer hochkarätigen Chance, aber der starke Abschluss Richtung Dreiangel wurde durch eine noch stärkere Flugeinlage von Dudziak pariert.
T. Kulla bekam nach Steilpass von Nolte im 1 gegen 1 gegen den Torhüter noch die Chance in der 79. Minute auf 8:2 zu erhöhen, aber dieses Duell entschied der Keeper für sich.
In der Nachspielzeit hätte sich Nolte für seine Leistung zusätzlich mit einem Tor belohnen können, hat er aber nicht. So blieb es beim auch in der Höhe verdienten Endstand von 7:2.

In der Hinrunde war der Sieg gegen Fredersdorf der Startschuss für die lange Ungeschlagen-Serie. Ob das auch in der Rückrunde gelingen kann, können die Männer am kommenden Samstag beim Rot-Weiß Reitwein unter Beweis stellen.