Fehlstart ins neue Jahr
Unbesiegt-Serie endet im 10. Spiel
Nachdem man das letzte Jahr mit 9 ungeschlagenen Spielen in Folge abeschließen konnte, sollte im ersten Spiel im neuen Jahr Schluss sein mit der Serie. Gegen den 1. FC Frankfurt II setzte es eine 3:1 Niederlage.
Weil das Heimrecht getauscht wurde, fand das Nachholspiel in Frankfurt statt. Bei ungemütlichem Regenwetter und Temperaturen im unteren einstelligen positiven Bereich kam es zum Verfolgerduell zwischen Platz 2 und 3.
Beide Teams taten sich zu Beginn der Partie schwer und kamen nicht gut ins Spiel. Der Ball lief dabei zwar gut durch die eigenen Reihen, aber Torchancen waren trotz größerer Spielanteile für Hennickendorf Mangelware bis zur zur plötzlichen Führung.
B. Kulla trat in der 28. Minute zum Freistoß aus zentraler Position ca. 25 Meter vom Tor entfernt an und verwandelte mit einem schönen Strahl in die rechte untere Ecke zum verdienten 0:1.
Nur 2 Minuten später hatte Standke die Möglichkeit auf 0:2 zu erhöhen, als er schön freigespielt wurde und vom rechten Sechszehner Eck abschloss, die Kugel aber hauchzart links am Tor vorbei ging.
In der Folge bestimmte der HSV die Partie und kam in der 38. Minute zu einer Serie von Großchancen. Erst haute B. Kulla den Ball aus 16 Meter über das Tor, dann scheiterte Grimm am stark parierenden Torhüter und dem Pfosten. Bei der darauf gefolgten Ecke kam Nolte frei zum Schuss, aber wieder ging der Ball über das Tor. Den Schlusspunkt setzte wieder B. Kulla, der nach starker Kombination zum Abschluss kam, aber erneut hielt der Keeper sein Team im Spiel.
Zur Halbzeit ging es zwar mit einer Führung in die Kabine, aber jedem war klar, dass man eigentlich schon mit 3 Toren im Rücken hätte führen können/müssen.
Die zweite Halbzeit dominierten zunächst die Hausherren, scheinbar zeigte die Halbzeitansprache des Trainers Wirkung.
In der 52. Minute fiel dann fast der Ausgleich. Nach guter Kombination kamen die Gastgeber zum Abschluss, Dudziak parierte stark, konnte aber nur nach vorne vor die Beine eines Frankfurters klären. Dieser schien davon wohl so überrascht zu sein, dass er den Ball aus kurzer Entfernung über den Kasten ballerte.
3 Minuten später spielten sie es dann besser aus. Nach einem Pass auf die rechte Außenbahn konnte sich Kohgadai durchsetzen und eine Flanke Richtung 5er schlagen wo er Datsuk fand, der nur noch den linken Fuß ranhalten musste. Der Ausgleich war zu der Zeit verdient, Hennickendorf war gedanklich noch nicht wieder auf dem Kunstrasen. Weitere 3 Minuten später kam Frankfurt zu einer weiteren Chance, bei der aber wenig Gefahr bestand.
Die Gäste fingen sich dann aber langsam und knüpften an der guten Leistung aus der ersten Halbzeit an. Frankfurt reagierte aber inzwischen besser, sodass es ein hart umkämpftes Spiel wurde. Ab der 70. Minute wurden dann auch die ersten gelben Karten für taktische Fouls auf beiden Seiten verteilt.
In der zerfahrenen Phase des Spiels waren es dann die Frankfurter die ihre Chance eiskalt nutzten. Nach einem Pass aus dem Zentrum auf den links einlaufenden Dietrich, setzte dieser sich im Zweikampf durch und brachte den Ball auf Höhe des 11ers wo Jurchen nur noch einschieben musste(78'). Das Spiel war gedreht und wieder bewahrheitete sich die alte Fußballweisheit "Wenn du sie vorne nicht machst, kriegst du sie hinten".
Frankfurt nutzte die Verunsicherung der Gäste und erspielte sich weitere Großchancen, ohne aber den Deckel drauf zu machen.
So kam Hennickendorf nochmal zu starken Versuchen durch Prill und Grimm in der 83. und 85. Minute.
In der 87. Minute musste dann zu allem Übel auch noch Nolte den Platz mit gelb-rot verlassen. 2 Minuten zuvor sah er die erste Gelbe für eine Aktion bei der er erst den Ball spielte, dann aber mit dem Gegenspieler zusammenrauschte - zumindest diskutabel. Die zweite Gelbe war nicht minder anzuzweifeln. Nach einem Zweikampf um den Ball kurz vor dem 16er entschied der Schiedsrichter auf Freistoß für Frankfurt und da der Frankfurter andernfalls zu einer guten Chance hätte kommen können, gab es folgerichtig auch die gelbe Karte. Fraglich war nur, ob es überhaupt ein ahndungswürdiges Foulspiel war oder nicht.
Der HSV stemmte sich gegen die drohende Niederlage und warf trotz Unterzahl alles nach vorn. Frankfurt bekam jedoch immer noch ein Bein dazwischen.
Bei der vermeintlich letzten Aktion, einer Ecke für den HSV, waren dann alle in der gegnerischen Hälfte, inklusive Dudziak, der dann leider freistehend am 16er übersehen wurde und der Pass stattdessen zu einem anderen Mitspieler ging, dessen Schuss dann nochmal zur Ecke geklärt wurde. Diese konnten die Frankfurter nicht nur abwehren, sondern auch noch einen Konter einleiten. Jurchen stand beim Pass von Kohgadai wohl noch knapp in der eigenen Hälfte und lief dann aufs leere Tor zu und vollendete zum Endstand von 3:1. Proteste wegen Abseits waren natürlich vergebens, hätten an der Niederlage aber auch nichts mehr geändert.

Der 1.FC Frankfurt bleibt damit weiterhin der erste Verfolger auf Altlandsberg, die sich parallel ebenfalls mit 3:1 gegen Petershagen durchsetzen konnten.
Somit verweilt die Mannschaft aus Hennickendort weiterhin auf Platz 3, hat jetzt aber 4 Punkte Abstand auf Platz 2.
Nach unten ist es nach wie vor sehr eng. Platz 5 und Platz 13 trennen nur 3 Punkte.
Am 18.02.23 kommt es dann zum Derby gegen Schöneiche, bei dem das Team von Marko Schmidt die Chance bekommt eine neue Serie zu starten.