Auswärtssieg in Erkner

Herren

Endlich mal wieder zu Null


Das letzte Mal gelang ein Spiel ohne Gegentor am 11. Spieltag gegen Storkow. Es ist überhaupt erst das vierte Spiel zu 0 in dieser Saison und 2 mal gelang dies gegen den FV 1920 Erkner II.

Dabei legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Direkt in den ersten 3 Minuten erspielten sie sich 2 gefährliche Chancen, bei denen zum einen die Kaltschnäuzigkeit fehlte und zum anderen Noffke hellwach auf der Linie per Kopf klärte.
Nach 9 Minuten ergab sich dann die erste hochkarätige Chance für den HSV durch B. Kulla, der einen verunglückten Rückpassversuch auf den Torwart nachlief und mit der Fußspitze den Ball am herauseilenden Keeper, aber leider auch am Tor vorbei legte. Die nächste Chance ließ nicht lange auf sich warten. In der 11. Spielminute brachte Schlag einen Freistoß aus dem Halbfeld auf den zweiten Pfosten, wo Grimm per Flugkopfball abschloss, aber den Ball nicht mehr aufs Tor drücken konnte. In der 15. Minute versuchte Sorek nach einer abgewehrten Ecke den Ball nochmal in den 16er zu bringen, die Kugel rutschte ihn aber über den Spann und kam erst einen Meter hinter der Latte wieder runter.
2 Minuten später landete ein Befreiungsschlag von Erkner bei Berthold, der es aus 16 Metern mit einem Heber versuchen wollte, aber zu wenig Kraft in die Aktion legte, sodass Köppe keine Probleme hatte den Ball zu fangen.
Der nächste Standard in der 21 Minute für den HSV brachte auch wieder Gefahr. Schlag abermals Richtung Grimm, aber diesmal war der Keeper zur Stelle und faustete am 11er den Ball aus der Gefahrenzone zur Ecke. Und auch der nächste Freistoß, 2 Minuten später segelte wieder in den Erkneraner Strafraum. Diesmal kam Grimm zwar zum Abschluss per Kopf, aber zu unplatziert um den Torwart vor ernsthafte Probleme zu stellen.
Erkner kam erst wieder in der 28. Minute zu einem Abschluss. Abermals war es Berthold, der es mit einem Schuss aus der Distanz versuchte. Wiederum fehlte die Power im Abschluss und so fing Köppe auch diesen Ball sicher runter.
Die 44. Minute war dann die chaotischste im ganzen Spiel. Es gab einen Freistoß für den HSV nach einer gelben Karten wegen Meckerns. Grundsätzlich ging es dem Schiedsrichter gar nicht darum was gesagt wurde, sondern wie. Er tolerierte es korrekterweise nicht, wenn man ihn anbrüllte. Das musste auch Grimm bereits in der 2. Minute erfahren. Jedenfalls unterbrach er deswegen in der 44. Minute die Partie und gab indirekten Freistoß. Dies teilte er dem Schützen mit, vergaß dann aber den Arm zu heben, sodass an der 16er Kante keiner so recht Bescheid wusste. Schlag brachte den Freistoß aufs Tor, wo Grimm gegen den Torhüter ins Luftduell ging. Der Ball landete im Netz und der HSV jubelte über die Führung kurz vor der Halbzeit. Dann wurde jedoch vom Heimteam lautstark moniert, dass der Freistoß indirekt gewesen sei. Der Schiedsrichter vermutete, dass der Torwart noch am Ball war, sprach sich aber mit dem Linienrichter ab, der es womöglich besser gesehen hatte und entschied dann auf Abstoß. Die Hennickendorfer diskutierten noch, dass es ja eigentlich ein Fehler des Schiedsrichters gewesen sei, weil er den Arm nicht hob, aber es blieb bei der Entscheidung und so ging es torlos in die Halbzeit.

Der HSV machte genauso weiter wie in Durchgang Eins. In der 49. Minute kombinierten sie sich durchs Mittelfeld und Heyse probierte es mit einem Distanzschuss, den der Keeper zur Seite abwehrte. Grimm setzte nach und legte ab auf Schlag, der aus 8 Metern den Ball an die Latte schoss.
Es folgte eine Doppelchance für Erkner in der 53. Minute. Einen Chipball über die Viererkette konnte Nolte noch mit der Fußspitze vor dem Stürmer klären. Eine Minute später bekam Berthold den Ball an der Strafraumkante und schloss aus der Drehung ab, dabei rutschte ihm die Kugel aber über den Fuß und ging weit am Tor vorbei. In der 57. Minute brachte dann Cochius einen Freistoß Richtung 5er auf Klauk, der den Ball aber höchstens minimal traf und so nicht Richtung Tor lenken konnte.
Als noch eine halbe Stunde reguläre Spielzeit übrig waren gab es einen Eckball für den HSV durch Heyse. Der Ball flog an Freund und Feind vorbei und landete an der gegenüberliegenden Strafraumkante bei Nolte, der zurücklegte auf B. Kulla. Dessen flache Hereingabe landete bei T. Kulla der sehenswert per Hacke den Ball im Tor unterbrachte. Ausgerechnet die Ex-Erkneraner erzielen in Koproduktion den Führungstreffer für den HSV.
Dabei ist diese wunderschöne Foto entstanden:


Wenige Zeit später musste das Spiel lange Zeit unterbrochen werden. Dahms verletzte sich bei einer Aktion, in der er den Ball gegen T. Kulla abschirmen wollte, so schwer, dass der Notarzt gerufen werden musste. Wir wünschen dem Spieler an dieser Stelle gute Besserung und eine schnelle Genesung.
In der 77. Minute gab es zunächst einen Freitoß für Erkner, den Baschin per Kopf klärte. Einige Augenblicke später gab es dann Einwurf für Erkner, bei dem Sorek den Ball eroberte, indem er den Körper reinstellte. Dann sah er Grimm, der völlig frei an der Mittellinie stand und spielte ihm den Ball in den Lauf. Grimm lief dann auf den Torwart zu und wurde noch durch den von rechts kommenden Wagner irritiert, sodass er nicht rechts am Torwart vorbeigehen konnte. Stattdessen versuchte er den Abschluss in die lange Ecke, den Kautza per Fußabwehr parierte. Das hätte das 0:2 sein müssen.
Bis in die 90. Minute passierte dann nicht viel vor den Toren. Es war ein sehr intensives Spiel auf beiden Seiten.
In der Nachspielzeit folgte dann aber die Erlösung für den HSV. Kurze Eckballvariante, abgeblockter Schuss, Nolte entscheidet sich auf B. Kulla zu spielen statt selbst abzuschließen und diese Entscheidung war goldrichtig. B. Kulla fand die Lücke und erhöhte mit seinem Abschluss in die lange Ecke auf 0:2.
Erkner warf nochmal alles nach vorne. Nach einem Foulspiel an der 16er Kante entschied der Schiedsrichter auf Vorteil und so kam der eingewechselte Bamberg frei zum Abschluss, setzte das Leder aber knapp am linken Pfosten vorbei.
Die letzte Aktion gehörte ebenfalls den Gastgebern. Eine Flanke aus dem Halbfeld war ein Stück zu hoch für Bamberg und segelte durch den Strafraum, der Ball wurde aber noch vor der Auslinie nachgelaufen und in die Mitte gepasst. Dort fand sich aber kein Erkneraner Abnehmer, sodass Baschin den Ball klären konnte.
Kurz darauf ertönte der Schlusspfiff und der HSV jubelte über den 3. Sieg aus den letzten 4 Spielen.

Durch den Sieg verschafft sich der HSV weiter Luft nach unten und festigt den 6. Tabellenplatz. Erkner rutscht auf 9.
Am nächsten Samstag ist dann der SV Prötzel zu Gast, der an diesem Spieltag einen Achtungserfolg gegen den VfB Steinhöfel einfuhr.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Erkner für die Fotos und Videoclips bedanken, die sie auf Fupa zur Verfügung gestellt haben. Das Bild der Kullas ist ebenfalls aus dieser Gallerie.


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